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Gleichgültig


wer in der Welt – im Leben – gibt und Halt
die Seile uns’rer Schaukel, die uns im sanften Winde wiegt
der Ast, der unverrückbar stark auf seinem Stamme liegt
hat’s keine Wurzel nicht – dann hat’s kein Wald

was wir erschaffen – mehr und mehr bedrückt
was fällt uns Menschen ein – so einfach Gott zu spielen
mit unser’m Denken auf Atom und Gen zu zielen
hat die Natur uns denn nicht allemal entzückt

kommt uns die Demut gänzlich noch abhanden
verkommt der Mensch zum Nutzen für sein eigen Kapital
dann fressen uns Maschinen – bereiten uns’re letzte Qual
lässt all die Schönheit im Morast versanden

Der Kropf im Amtsgewand – der Bonz im Benz
die saugen ohne Rücksicht aus, was sie in Leben rief
machen noch Geld daraus wenn einer Amok lief
den Arsch im Trocknen, machen sich ’nen Lenz

werdet nun wach ihr Narren – sperrt die Augen auf
nein – nicht zur täglichen Verdummung in die Glotze schau’n
sondern mal endlich wieder auf die Tische hau’n
und räumt den Saustall hier im Lande auf

 

 
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Verfasst von - 11. Januar 2014 in Allgemein

 

ich würde sagen…


was kann ich zu der Würde sagen?
würde mich dies mal jemand fragen,…
dann würde ich bei diesem klagen…
würdest du wohl wen andren plagen?

Wenn dies mir widerfahren würde,…
wär‘ wohl die Würde meine Hürde.
Ich stünde da, mit wenig Würde
und würde gerne los, die Bürde.

Ach, wäre, könnte, würde, hätte,
– da würd‘ ich halten jede Wette –
die Würde all das Gute, Nette,
dann hätte Würde Etiquette.

 
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Verfasst von - 11. Januar 2014 in Allgemein

 

Zerrissen


hab die Nachrichten gelesen
und bin mehr als nur entzückt
bin im Taumel oft gewesen
ganz und gar wie du – verrückt

vieles liegt im Nebelschleier
schlummert und will doch heraus
sehnt sich nach der Freudenfeier
sieht es morgen anders aus?

Bünde halten oder brechen
wie man ihnen zugetan
gab ich ihr nicht ein versprechen?
fängt dies je von neuem an?

Fragen fühlen – schlagen mich
wollen, sollen, wohin geh’n
fordern ein – besinne dich
musst auf deinen fußen steh’n

was – wenn alles das ich gebe
nur genommen – stück für stück
wenn die Tage – die ich lebe
bringen nur den andern Glück

auch in mir – in meine Herzen
blüht ein zartes Blümelein
übersteht es diese schmerzen?
wird es ewig in mir sein?

wüss’t ich doch nur – was zu tun
hoffen – sein – bis alles gut?
wann wird wo mein Herze ruh’n?
oder darben in der Glut?

allein – ich weiß es nicht zu sagen
sehne mich doch nur nach liebe
will gern Antwort – nicht nur Fragen
Zärtlichkeit statt Seitenhiebe

so bitt‘ ich nun um etwas Klarheit
am Horizont ein kleines Licht
vielleicht ein Fünkchen von der Wahrheit
reicht mir schon – mehr will ich nicht

Sonne – trockne meine tränen
nimm die Trauer fort von mir
lass mich nach der Freude sehnen
lass mich leben – jetzt und hier

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 9. April 2013 in Allgemein

 

Sehnsucht


eine wunderbare Vorstellung, ein Wohlgefühl, das spontan mich ergreift

bei Kerzenschein mit der Familie… mit Freunden…     vorlesen    zuhören

der Wind draussen vor der Tür, der Regen im Garten; auf dem Feld

heißer Tee und einander ansehen, flackerndes Lichtspiel auf den Wangen.

der Klang der Worte, der Sinn und die Ahnung; das allein entscheidet

singt Eruptionen der Stimmung… Schauer   Gänsehaut   Ergriffenheit   Freude

Ruhe …… Sanftheit ……

des Schlaf kommt auf angemessene Weise     er nimmt nichts fort

noch bei Tee und Toast nehme ich mit in den Tag, was der Abend mir gab.

das Leben ist    –     einfach     –      schön

 
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Verfasst von - 25. März 2013 in Allgemein

 

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Noch unklar


Ein Tag, ein Brief, ein Ruf, ein Wort
   Ruft dich an einen and’ren Ort
     

 
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Verfasst von - 19. September 2012 in Allgemein

 

Ich BIN


  • ich bin nicht unverschämt, weil ich sage was ich denke
  • ich bin nicht arrogant, weil ich manche Leute weniger mag als andere
  • ich bin nicht verbissen, weil ich nicht Grundlos bereit bin, meine Meinung zu ändern
  • ich bin nicht ignorant, weil mir manches egal ist
  • ich bin nicht depressiv, weil ich viel nachdenke
  • ich bin kein Außenseiter, weil ich mich in keine Schublade stecken lasse
  • ich bin kein Prahlhans, weil ich meinen Mund benutze wann ich will
  • ich bin nicht kindisch, weil ich Argumenten auch mal trotze
  • ich bin nicht naiv, weil ich mich um menschen sorge
  • ich bin nicht unreif, weil ich manchmal albern bin
  • ich bin nicht verrückt, weil ich mein eigenes Leben lebe
  • ich bin nicht verschlossen, weil ich nicht jedem alles erzähle
  • ich bin nicht schlecht, weil ich Macken habe und Fehler mache
  • ich finde Vorurteile scheiße
  • ich werde mich nicht einordnen und schon gar nicht unterordnen
Origami Mund

Origami Mund (Photo credit: Dominik Meissner www.Orime.de)

 
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Verfasst von - 28. Mai 2012 in Allgemein

 

Die Frage nach dem „warum“…


Paul Hoecker - Erwartung

Paul Hoecker – Erwartung (Photo credit: Wikipedia)

ist die stärkste aller Fragen und nur sehr selten findet sich – insofern es nicht eine triviale, logische und damit relativ unbedeutende Frage im kosmischen Sinne ist – darauf eine Antwort. Viele Dinge, die ich tue – wahrscheinlich die Meisten – sind an sich klar im Geiste von ihrem Ablauf, Termin und den angenommenen Konsequenzen her und dennoch gleicht die Art und Weise, in welcher sie sich schließlich ereignen – eher einem autarken Wesen, denn einer geplanten Handlung. Sooft ich selbst je eine bestimmte Erwartung hegte, begann sie bereits ab dem Augenblicke des Ersinnens zu zerrinnen. Umso mehr aber gewahrte ich derlei Geschehnisse, welche mir zuträglich sind, wenn ihr ihrer nicht harrte und ganz frei in meinem Sein und Denken war.So gesehen, ist für jegliche Mutmaßung über das, was sein wird – selbst als eigene Absicht erdacht – nicht vorhersagbar, ob sie denn je eintreten werde und ich hätte tatsächlich wahrer – nicht besser – daran getan, meine Absicht bestenfalls als „Möglichkeit“ zu ersinnen – nicht aber sie anzukündigen.

Ich bin eins mit Allem und mit Allem lerne ich jede Sekunde. Das Wunder der Sehnsucht ist unbegreiflich, schön und zauberhaft. Ich liebe es; und es liebt mich.

 

Hoffnungsschimmern


Klimt - Hoffnung I - 1903

im Flug die Zeit vergeht und allerorten
des Seins Facetten schillernd bunt im Licht
um zu verstehen schreiben wir in Worten
nur ein Versuch es bleibt – Verstehen – nicht

was will die Welt den meiner Seele geben
wie soll erkennen ich, warum ich bin
schau‘ ich mich um nun und erblick mein Leben
so gibt nur weniges davon wohl einen Sinn

so oft zerrissen – nicht des Weges klar
erdrückt vom Ego – jedes Ziel so weit
verschwimmt im Nebel mir – ob falsch ob wahr
ob ich entscheiden werd‘ zur rechten Zeit

wär‘ da die Hoffnung nicht mit ihrer Macht
ich würde zweifelnd taumeln durch die Welt
ein jeder Tag wär‘ wie die letzte Schlacht
ich würde jagen nur nach Ruhm und Geld

Doch tief im Herzen – wie ein Wunder klar
reicht mir die grenzenlose Ewigkeit
die immer bei mir war in Stund und Jahr
die stärkste Hand fürwahr in Raum und Zeit

nenn‘ mich nur Träumer ohne Bodenstand
wenn ich bezweifle die Deine Wirklichkeit
ich fühl den Leben mich zu tiefst‘ verwandt
mein Herz voll Liebe ist unendlich weit

ich will nicht wissen – was wird morgen werden
ich will nicht planen wer mein Leben teilt
und meine Sehnsucht helfet mir auf Erden
jeden zu lieben der mit mir verweilt

 

                                                   Klimt – Hoffnung I – 1903 (Photo credit: Wikipedia)[/caption

 

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Verwandt


boop-poop-a-doop

boop-poop-a-doop (Photo credit: Romano Martino)

Ich spüre oft, wie nah Du bist – Dein Atem, Deine Hand
Es nirgendwo geschrieben ist – und doch sind wir verwandt
Zu jeder Zeit erreicht ein Satz – ein Wort aus Deinem Mund
Mein Herz – so wie ein kleiner Schatz – alldies macht mich Gesund

 

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Unter der Haut


Drang-Drung is said to be the largest glacier ...

Drang-Drung is said to be the largest glacier in Ladakh, outside the Siachen formation. One of the main tributaries of the Zanskar river, the Stod or Doda river, is created from this glacier. (Photo credit: Wikipedia)

was ist es nur
die große Unrast – bewegte Sehnsucht immerdar
ein Freudenschrei, ein Liebessäufzer
so vieles will aus mir heraus
und doch ist da noch mehr
das all mein Sinnen – mir – nicht – nennet

erst in der Stille
wo kein Gedank‘ und nicht ein Lichtlein war
ein Atemhauch, ein Schauern
ein kleines Klangbild drückt sich aus
dringt durch die Haut von innen her
mit solcher Macht,  –   die nur die Seele kennet

 

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